Frau die gestresst und unglücklich in ihrem Job ist

Unglücklich im Job – Wie du aus der Nummer wirklich rauskommst

Du bist unglücklich im Job und fragst dich, wie du damit umgehen sollst.

Hier erfährst du, welche Möglichkeiten du hast, um aus der Nummer rauszukommen.

Wie macht sich die Unzufriedenheit bei dir bemerkbar? Kannst du es ganz konkret in Worte fassen?

Du bekommst am Wochenende schon den Blues, wenn du an montags denkst.
In Gesprächen mit anderen meckerst du andauernd über deinen Job.
Du hast trotz unzähliger Überstunden Berge an Arbeit. Und sie wachsen weiter.
Du bist gelangweilt und leer, nichts an deinem Job kann dich mehr begeistern.
Du kommst einfach nicht mit deiner Führungskraft oder Kolleg*innen klar.
Du weißt nicht, wie du die Arbeitstage bis zum nächsten Wochenende überstehen sollst.
Du schläfst schon länger nicht mehr gut und wenn du wach liegst, kreisen deine Gedanken um deinen Job.
Du bist häufig müde, aber kommst selten zur Ruhe.

Egal wie oft du genickt hast, jeder einzelne Punkt ist ein guter Grund, die Unzufriedenheit nicht zu ignorieren, denn dauerhaft unzufrieden sein bedeutet Stress für den Körper. Wir fühlen uns echt beschissen und funktionieren nur noch statt zu leben. Auch wenn unser Körper durchaus mit Stress umgehen kann, gilt das nicht, wenn Stress zum Dauerzustand geworden ist. Zunächst fühlst du dich vielleicht nur ab und an mies gelaunt. Unternimmst du nichts dagegen, raubt dir der Zustand Energie und Lebensfreude geht flöten. Nicht selten macht jahrelanges Ausharren krank.

Test: Wie erfüllt oder unzufrieden bist du wirklich im Job? Prüfe diese 7 Faktoren

Wichtig ist es, genau hinzuschauen und zu benennen, was dich unglücklich macht.

Wenn es um dein Wohlbefinden geht, gibt es Faktoren, die diesen Gefühlszustand ganz wesentlich beeinflussen.

Schaue dir die 7 wichtigsten Faktoren an und benenne auf einer Skala von 0 bis 10 wo du stehst :
(1) wie (un)zufrieden du bist und (0=total unzufrieden; 10=super zufrieden)
(2) wie wichtig ist dir jeder einzelne Faktor ist. (0=total unwichtig; 10= sehr wichtig)

Wie schätz du deinen Job ein in Bezug auf:

Wenn du alle Punkte ehrlich beurteilt hast, weißt du, wo du im roten Bereich bist und an welchen Schrauben du im nächsten Schritt drehen solltest.

Kündigen oder bleiben? Diese Vor- und Nachteile gibt es

Lass uns schauen, was dir bleiben oder gehen bringt.

Frag dich: 

  1. Was müsste sich in meinem aktuellen Job ändern, damit ich wieder Freude an meiner Arbeit hätte?
  2. Halte ich eine positive Veränderung für möglich?
  3. Will ich noch meine Energie investieren, um etwas an meiner Situation zu verändern? Oder habe ich innerlich schon gekündigt?

Bleiben:

Du weißt, was du hast. Du kennst die Prozesse und Akteure, weißt, was von dir erwartet wird und was du (nicht) erwarten kannst.

  • Du arbeitest in vertrauter Umgebung. Vielleicht brauchst du diese Sicherheit, vielleicht bereitet die Monotonie dir Grauen.
  • Finanzielle Stabilität: Auch wenn die letzte Jahre gezeigt haben, wie wenig stabil geglaubtes auch tatsächlich stabil ist. Abhängig von deiner persönlichen Situation können Einkommen und Zusatzleistungen eine gewisse Sicherheit geben.
  • Du findest in deiner aktuellen Verfassung nicht die Energie, dich nach einem passenden Job umzusehen.
  • Mangel an Alternativen: In dem Bereich, in dem du in Zukunft arbeiten willst, ist es gerade schwierig, einen Job zu finden.

Kündigen:

Bist du dir im Klaren, was du dir von einem Jobwechsel erhoffst?

  • Neue Perspektiven
    Du hast die Möglichkeit, dich neu zu orientieren und in einem neuen Job weiterzuentwickeln. Du machst neue Erfahrungen, kannst dich und deine Skills entwickeln, darüber hinaus kannst du dich auch finanziell verbessern.-höheres Gehalt und zusätzliche Benefits.
  • Lebensqualität verbessern. Der Situation, die für deine Unzufriedenheit und dein Stresslevel verantwortlich ist, den Rücken zu kehren, kann zu einer besseren Gesundheit beitragen und positive Energie freisetzten.
  • Work-Life Balance: Wenn du in einen Job wechselst, der dir mehr Flexibilität bietet oder mehr Urlaubstage oder wenn du in ein familienfreundlicheres Unternehmen wechselst, kannst du Beruf und Privatleben besser vereinbaren.
  • Wenn du in einen Job wechselst, der wirklich zu dir passt, deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht, wirst du motiviert sein und damit auch glücklich sein.

Was tun? Diese 7 Alternativen zum Jobwechsel solltest du kennen

  • Interne klärende Gespräche führen
    Suche das Gespräch und gehe proaktiv entweder direkt auf die Auslöser deiner Unzufriedenheit zu. Wenn das keine Option ist, nutze andere Stellen wie die Mitarbeitervertretung, Personalabteilung, Management.
  • Interner Jobwechsel
    Häufig gibt es Möglichkeiten im eigenen Unternehmen auf eine andere Stelle zu wechseln. Nimm dir etwas Zeit und überlege welche Position, welche Tätigkeit du dir vorstellen kannst. Möchtest du in deiner Abteilung bleiben oder wechseln? Suche das Gespräch mit der Personalabteilung oder direkt mit der Abteilung, in die du wechseln möchtest. Lege auch deine Ohren in den Wind und vernetzte dich gut, so erfährst du auch von nicht offiziell ausgeschriebenen Möglichkeiten über den Flurfunk.
  • Weiterbildung
    Bevor du intern deine Weiterbildungsmöglichkeiten besprichst, werde dir über deine Ziele klar. Was möchtest du in Zukunft tun? Welche Position einnehmen? Was interessiert dich? Dann sprich mit den Verantwortlichen. Wenn du nicht die gewünschte Unterstützung vom Unternehmen bekommst, kümmere dich auf eigene Faust darum.
  • Bildungsurlaub auch Bildungsfreistellung oder Bildungszeit genannt, sind bezahlte Urlaubstage, die für eine Weiterbildung genutzt werden. Die Weiterbildung muss nicht zwangsläufig mit deiner aktuellen Tätigkeit in Verbindung stehen. Du kannst also diese Möglichkeit auch zur Neuorientierung nutzen. In Deutschland hast du in 14 Bundesländern einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub.
  • Ausgleich schaffen außerhalb der Arbeit.
    Balance im Leben ist wichtig für Körper, Geist und Seele. Schaffe dir einen Ausgleich in deiner Freizeit. Tue Dinge, die dir guttun. Wobei kannst du abschalten? Bei deinen Hobbys, Sport, soziales Engagement, einfach die Natur zu genießen,… Was liebst du zu tun?
  • Arbeitszeit reduzieren. Zeit, sich klar zu werden, wie es weitergehen soll, im Beruf Zeit zu haben oder einfach für eine bessere Work-Life Balance gibt es die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Dafür gib es einen gesetzlichen Anspruch.
  • Sabbatical oder auch Sabbatjahr genannt ist Sonderurlaub, der zwischen 1 Monat und 1 Jahr dauern kann. Prüfe, ob diese Möglichkeit in deinem Unternehmen besteht, da es darauf – außer für Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes – keinen rechtlichen Anspruch gibt.

Hier findest du Hilfe, wenn du unglücklich im Job bist

Du bist unglücklich im Job, weil du nicht korrekt von deinem Umfeld behandelt wirst?
Vielleicht fühlst du dich diskriminiert oder gemobbt.
Firmenintern sind Betriebsrat; Personalabteilung und Management verantwortlich.

Als neutrale Stelle bietet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine kostenfreie Erstberatung.

Als Mobbingbetroffene*r lohnt sich die Suche im Internet, da es eine Vielzahl an Hilfestellen gibt, die häufig regional organisiert sind. Das Fachforum Mobbing  bietet umfassende Informationen rund um das Thema sowie Kontakte von Hilfestellen für Deutschland und Österreich.

Abhilfe gegen dein unglücklich sein, kann natürlich auch ein anderer Job sein.

Jobangebote findest du in Online-Jobbörsen. Nutze auch Karrieremessen. Hier hast du die Möglichkeit, direkt mit den suchenden Unternehmen zu sprechen und einen persönlichen Eindruck hinterlassen. Es wird dir auch guttun zu sehen, wie viele Möglichkeiten es gibt!

  • Networking
    Spreche in deinem Netzwerk darüber, dass du dich verändern willst. Wenn du bereits konkrete Vorstellungen hast, kannst du gezielt Anfragen starten. Oder dich gezielt mit Fachleuten auf deinem Interessengebiet vernetzen.

Du willst den Job wechseln weißt aber noch nicht wohin.

Es gibt zahlreiche Literatur zur beruflichen Orientierung. Teste, ob du der Selbstlerntyp bist mit meinem Leitfaden 7 Schritte zu deinem Traumjob.

  • Karrierecoaching
    Du hast mit einem Coach eine*n Sparingspartner*in. Gemeinsam findet ihr unter Berücksichtigung deiner Interessen, Stärken und Wünsche, den Job, der wirklich zu dir passt.
  • Agentur für Arbeit:
    Du findest hier Informationen rund um den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere zur Vermittlung von Jobs, Berufsberatung und die Förderung der Berufsausbildung. Du kannst dich auch informieren über mögliche Unterstützung, solltest du kündigen, ohne eine neue Stelle zu haben oder über eine Unterstützung in die Selbstständigkeit.

3 Fehler, die du jetzt vermeiden solltest

  • Ausharren und nichts tun
    Wie lange bist du schon unglücklich im Job?
    Ausharren und hoffen, dass es von selbst besser wird. Wann hat das schon mal so richtig gut funktioniert? Im Worst Case führt es in den Burnout oder Boreout.
  • Glauben, du hättest keine Alternativen
    Schaue dich um. Mach dir klar, was du dir wünscht und was dir wichtig ist. Schaue, welche Dinge du gerne tust. Mit Zahlen jonglieren, Kochen etc. In welchen Jobs kommen diese Tätigkeiten vor. Sammle Ideen. Wenn dir das alleine schwerfällt, frag nach Unterstützung in deinem Umfeld oder suche dir professionelle Unterstützung in Form eines Coaches.
  • Überstürzt kündigen
    Frust, Zorn und Wut sind zwar die Antreiber, uns zu bewegen, aber schlechte Berater, um die genaue Richtung zu finden. Das Hauptmotiv zu kündigen sollte nicht der Fluchtmodus „nur weg hier“ sein. Die beste Voraussetzung für einen guten Neustart ist im Frieden zu gehen, angetrieben von der Lust auf den neuen Job.

Fazit: Es gibt viele Wege raus aus dem unglücklichsein. Schaue genau, wo dein Schuh drückt und entscheide dich dann für deinen Weg.

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